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Hearing Learners Voices: Paths of Reflection, Solidarity and Transformation

ENHANCE - Enhancing Adult Learner Voice: Multiplier Event in Austria

das kollektiv führt in Kooperation mit anderen Organisationen das Projekt ENHANCE - Enhancing Adult Learners Voices, ein Projekt, das uns ermöglicht, partizipative, kritische pädagogische Ansätze neu, bzw. weiterzuentwickeln.

Zum Abschluss des Projekts führt das kollektiv am 23 und 24. April 2026 in Linz ein „Multiplier Event“ durch, um Kolleg*innen, Teilnehmenden und Interessierten einen Einblick in die Erfahrungen und Ergebnisse des Projektes zu ermöglichen, und um einen Raum für Vertiefung und Auseinandersetzung mit Fragen, die im Rahmen der Arbeit entstanden sind, zu gestalten.


Donnerstag, 23. April 2026:  Diskussion über Teilhabe, pädagogische Verhältnisse und das hegemonial strukturierte Hören.

Ein Gespräch mit Amalia Barboza, Carla Bobadilla, Nora Landkammer, Rúbia Salgado und Gergana Mineva (Moderation).

Ort: das kollektiv, Graben 3, 4020 Linz
Uhrzeit: 18:30h bis 20:30h 

Mehr Information und kurze Bios der Gäste.


Freitag, 24. April 2026. Präsentation von Ergebnissen und Workshops

Ort: das kollektiv, Graben 3, 4020 Linz

  • 11:00-12:00h: Präsentation der Projektergebnisse von ENHANCE - Enhancing Adult Learners Voices 
  • 12:00-12:30h: Präsentation das kollektiv aus Sicht von Teilnehmenden 
  • 12:30-13:30h: Workshops "Sprechen und gehört werden"
  • 13:30-13:45h: Pause 
  • 13:45-15:30h: Formulierung von Fragen für die Praxis 
  • 15:30-16:00h: Abschluss  


Die Workshops richten sich jeweils an die verschiedenen Zielgruppen, die an der Veranstaltung teilnehmen: Kolleg*innen und Interessierte, die in der Erwachsenenbildung tätig sind, Lehramtsstudierende und erwachsene migrierte und geflüchtete Frauen*, die gerade Erwachsenenbildungsangebote besuchen.

 

Inhalt der Veranstaltung

Im Projekt ENHANCE - Enhancing Adult learners voices haben wir uns, gemeinsam mit unseren Partner*innen, mit dem Konzept der „Stimme der Lernenden“ auseinandergesetzt, mit dem geteilten Verständnis, dass es hierbei um einen metaphorischen Ausdruck für die Teilhabe und Handlungsfähigkeit der Lernenden in pädagogischen Prozessen handelt. Dabei wurde das Prozesshafte und Transformative in den Vordergrund gerückt und danach gefragt, welche Bedingungen erforderlich sind, damit Lernende ihre Bildungsprozesse und gesellschaftliche Verhältnisse mitbestimmen und mitgestalten (vgl. Backgrund Paper, S. 7: http://enhancelearnervoice.com/wp-content/uploads/2025/09/ENHANCE_D2.1_Background-Paper.pdf ).

Im Rahmen der Veranstaltung „Hearing Learners Voices: Paths of Reflection, Solidarity and Transformation“ fragen wir danach, was es bedeutet, als Lehrende die „Stimmen“ der Lehrenden wirklich zu hören; wie wir über das hinaus hören können, was wir hören und was es braucht, um an einer Transformation der herrschenden gewaltvollen gesellschaftlichen Verhältnisse gemeinsam zu arbeite. Diese Beschäftigung geht mit einer tiefgehenden Reflexion einher und beinhaltet Fragen wie:

  • Welche gesellschaftlichen Machtpositionen nehme ich ein? Wie verschränken sich diese und welche Privilegien, bzw. Benachteiligungen ergeben sich daraus?

  • Wie relevant sind meine Privilegien und Verstrickungen in Gewaltverhältnisse für das Unterrichtsgeschehen? Können sie mir Perspektiven versperren oder verschleiern? Können sie sich auf mein Hören, also auf meine Wahrnehmung und Interpretation auswirken? Wie könnten sie (selbst ungewollt) im Unterricht wirksam werden und Gewaltverhältnisse reproduzieren?

  • Was wissen wir und was glauben wir, über die Teilnehmenden zu wissen? Welche Reflexionstools brauchen wir, um zu erkennen, wann dieses Wissen auf Vorurteilen oder Vorannahmen basiert, die Inferiorisierungen wiederholen? Wie soll der Lernraum gestaltet sein und was erzählt das über meine Unterrichtsgestaltung und die Prozesse, die angestoßen werden?

  • Welche inhaltlichen Positionen vertrete oder bestätige ich mit meinen didaktischen und methodologischen Entscheidungen? Was zeige oder vermittle ich, was wird ausgeblendet? Was wird stereotypisiert? Wer wird nicht repräsentiert? Welche ideologischen Vorstellungen werden bestätigt? Welche Normen prägen die Strukturen, Darstellungen und Inhalte und wie stehe ich dazu?

  • Mit wem solidarisiere ich mich? Wie zeigt sich das?

  • Wie könnte mein Unterricht zu einer Transformation der Verhältnisse beitragen? Woran würde ich das erkennen?

  • Bin ich wirklich bereit, auf eine Weise zu handeln, die meine eigene Position und Annahmen in Frage stellt und destabilisiert? Was bedeutet das für mich? Was verändert es in mir? Wie nehme ich diese Veränderung wahr? Wie könnte ich sie in Handlung übersetzen?